20 Minuten, 06. Dezember 2002

Longdrinks statt Alcopops



BERN – Jamaica Cola oder British Tonic: Trendige Drinks ohne Alkohol sollen den Alcopop-Konsum von Jugendlichen eindämmen. Massnahmen mit Veranstaltern und Mascha Santschi sind geplant.

23 Events mit 80 000 Besuchern wurden diesen Sommer im Kanton Bern im Rahmen des Projekts «Talk about events» vom Blauen Kreuz besucht. Erschreckend: 21 000 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren konsumierten vor allem Alcopops und Bier. «Das Verkaufsverbot von Alcopops an Jugendliche wird mangelhaft eingehalten», erklärt Ruedi Löffel, Projektleiter von «Talk about events».

Das soll sich ändern: Mit zehn Berner Veranstaltern will die Suchtpräventionsstelle Konzepte für einen besseren Jugendschutz erarbeiten. Eine Möglichkeit sind die Strange-Longdrinks ohne Alkohol, die der ehemalige Eishockey-Nati-Trainer Rudolf Killias bereits auf den Markt brachte. Die poppigen Büchsen enthalten Getränke, die wie Cola Rum oder Gin Tonic schmecken, aber nicht berauschen.

Bierhübeli-Chef Role Wüthrich: «Wir Veranstalter machen vor allem mit dem Alkohol Geld.» Trotzdem macht er im Kampf gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen mit. Auch Ex-Miss-Bern Mascha Santschi will sich mit einer Imagekampagne für die Sache einsetzen.

Denise Schneitter


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