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Minuten, 28. Juli 2003
«Trink positiv» verärgert SD-Nationalratskandidat

Die Werbekampagne «Trink positiv» nervt Florian Reischenböck (23). «Ich werde als Alkoholiker hingestellt», ärgert sich der Pratteler Nationalratskandidat der SD.
Der gelernte Metzger war geschockt, als ihm ein Kollege des Jodlerclubs Pratteln am Donnerstag das Inserat mit dem Titel «Bier-Ranze oder Six-Pack?» präsentierte. «Es ist peinlich, wenn man mich so mit Bierflasche und barem Ranzen sieht», sagt Reischenböck. Das Bild zeigt einen Doppelgänger. Reischenböck: «Ich habe mich nie in dieser Pose ablichten lassen.»
Das Mitglied des Einwohnerrats von Pratteln sieht sich durch die Verwechslung im falschen Licht präsentiert. «Denn ich trinke fast nie Bier», so Reischenböck. «Diese Kampagne ist schädlich für meine Nationalrats-Kandidatur.» Rechtliche Schritte gegen die Urheber der Kampagne hat er sich aber nicht überlegt. «Ich möchte jedoch wissen, wer dahinter steckt und wie es so weit kam», erklärt Reischenböck. Von «Talk About» und dem Blauen Kreuz war gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Der Doppelgänger bleibt also vorerst unbekannt.
Reischenböck rückt heute in den WK ein. Als Truppenkoch muss der junge Schweizer Demokrat zwei Wochen nach Süderen (BE).
Adrian Jäggi
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