Bieler Tagblatt vom 21.06.2003, Ressort Seeland
Lyss: Lyssbachmärit

Süffige Drinks geniessen - garantiert ohne Kater

Alkoholfreies Feiern am Lyssbachmärit heute tagsüber, abends, nachts und trotzdem Spass haben: Die erstmals aufgestelte Blue Cocktail Bar machts möglich.

ste. «Mein erster Gedanke war, dass die Gesellschaft dafür verantwortlich gemacht werden soll, das Problem des Alkoholkonsums zu lösen. Doch dann haben mich die Barbetreiber mit ihrem Konzept voll überzeugt.» Stefan Pfeuti, Präsident des Lyssbachmärit-OKs, kann daher voll hinter diesem neuen Barangebot stehen. Die erstmals in Lyss aufwartende Blue Cocktail Bar an der Aarbergstrasse ist ein Projekt des Jugendwerkes des Blauen Kreuzes. Die mobile Bar wird von Karin Lanz, Rahel Dolder und Maya Ellenberger zusammen mit rund 30 jungen Erwachsenen geführt. Karin Lanz über das Ziel der Bar: «Unsere Besucher erhalten eine lustvolle Alternative zum Alkoholkonsum. Alkoholfreies Feiern wird zu einem Erlebnis und die Idee weitergetragen.» Bei Parties, Konzerten, Familienfesten oder Sportveranstaltungen werde Alkohol in grossen Mengen konsumiert. Die Werbung habe eine klare Botschaft: Nur mit Bier, Modedrinks, Wein oder Spirituosen ist eine Party wirklich gut. Hier setzt laut Lanz die Arbeit an der Bar ein.

Shakeliste mit vielfältigem Angebot

Die angebotenen Drinks wie «Ipanema» (Limetten, Rohrzucker und Ginger Ale) oder «Sugar Baby» (Saft von Ananas, Pinkgrapefruit, Orangen mit Grenadinesirup) vermitteln die Erkenntnis, dass auch alkoholfreie Mixgetränke etwas Spezielles und Verlockendes sind. Mit Pfeutis Worten werden damit diejenigen angesprochen, «die sich mit einem Mineralwasser in der Hand ziemlich blöd vorkommen». Das Barangebot umfasst neben exotischen Drinks wie «Blue Lagoon» auch den «Funky Kir» oder «Speedy». Auf der Shakeliste steht neben dem «Honey Moon» auch der geheimnisvolle «Quickly Waikiki». Barbetreiberin Lanz über die konkrete Auswirkung der Bar: «Sie soll besonders jugendliche Fahrzeuglenker, die im Strassenverkehr bekanntlich eine Hoch-Risikogruppe darstellen, zu alkoholfreiem Genuss animieren.»

Gegen Missbrauch und Übermass
Pfeuti doppelt nach: «Es geht nicht darum, den Alkoholkonsum zu verbieten, sondern auf dessen übermässigen Konsum und die vielen Folgen des Missbrauchs aufmerksam zu machen.» Die Standmiete der Bar wird aus dem Erlös des Lyssbachmärits bestritten, mit dem das OK gemeinnützige Zwecke unterstützt. Dadurch unterstreichen die Märitveranwortlichen und die beteiligten Vereine ihre breite Unterstützung.

Links zur Schweizerischen Organisation «Blaues Kreuz», zu deren Jugendwerk mit Suchtpräventionsprojekt und zum Blue-Cocktail-Bar-Projekt auf : www.blaueskreuz.ch

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