Langenthaler Tagblatt, 18.12.02
Wahlgeplänkel gehört bis zuletzt dazu
Stadtrat Stimmungsvolle Jahresschluss-Sitzung
Marcel Hammel
Jahresschluss-Sitzungen haben ihre eigenen Gesetze. Neben ordentlichen Geschäften wird hier Bilanz gezogen, Ausblick
gehalten, gedankt, verabschiedet. So auch in der letzten diesjährigen Sitzung des Stadtparlaments vom Montagabend.
Zwar gibt man sich in der ersten Stunde mit dem unbestrittenen Sanierungskredit für das Primarschulhaus Kreuzfeld und
mit der doch recht intensiv diskutierten Teilrevision des Personalreglementes recht geschäftig - dann aber folgen die
traditionellen Wahlgeschäfte und die Schlussvoten, wie es sich eben so gehört. (...)
Bei der, ebenfalls traditionellen, Vergabung des alljährlichen Ratskredites von 1000 Franken beweisen die Stadträte,
dass sie gewillt sind, den Kampf gegen den Alkohol-Missbrauch durch Jugendliche nicht nur mit Vorschriften, sondern
mit konkreten Taten zu führen. Einstimmig wird der Antrag der EVP unterstützt, den Betrag dem Blaukreuz-Projekt «Talk
about» zukommen zu lassen.
Ende gut, alles gut, könnte man bei den beiden Schlussvoten von Stadtpräsident Hans-Jürg Käser und Stadtratspräsident
Richard Bobst sagen. Käser listet im Schnellzugstempo alle politischen Highlights nochmals kurz auf, und Bobst
untermauert seine tiefsinnigen Gedanken mit interessanten Zahlen: Haben Sie beispielsweise gewusst, dass es in
Langenthal in 787 Firmen insgesamt 10150 Arbeitsplätze gibt, dass total 3044 ausländische Staatsangehörige 21,3
Prozent der Wohnbevölkerung ausmachen, und dass täglich 2609 Personen als Pendler von Langenthal auswärts zur Arbeit
gehen, gleichzeitig aber auch 5061 Auswärtige nach Langenthal kommen?
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